Presse
Ein neuer Titel löst die letzte Bremse



HOME
Termine
Band
Galerie
Hörproben
Presse
Shop
Gästebuch
Kontakt

Von Paul Spengler,
(„Mitteldeutsche Zeitung“, 25.11.2004)

Bernburg/MZ. Wenn man einem Konzert der Gruppe „larc six" lauscht, dann kann man sich auch auf eine weit angereiste Hörerschaft einstellen. Rund 200 Zuhörer kamen am vergangenen Sonnabend zum dritten Gastspiel der Dessauer Musiker nach Bernburg. Zum dortigen Carl-Maria-von-Weber-Theater hat der „Sechserbogen" seine eigene Beziehung: Dort werden die CDs der Gruppe aufgenommen. Neben einem Streichquartett der Anhaltischen Philharmonie hat sich „l´arc six“ in diesem Jahr auch eine Harfenistin eingeladen, um erneut mit ausschließlich selbst komponierten und arrangierten Titeln das über zweistündige Programm. Für das Publikum sind Konzerte der Dessauer Band eher eine Einladung zum Träumen und Verweilen, dafür sorgt die Musik, von der Gruppe als Mischung aus Akustikpop, Jazz, Klassik und Weltmusik eingestuft.

Ein Heimspiel ist der Auftritt in Bernburg für Kristin Wieduwilt. Die Sängerin mit der Soulstimme, die mit einer kleineren Formation als Cristin-Claas-Trio bundesweit ihre Auftritte hat, drängt sich keineswegs in den Vordergrund, ist aber stets präsent. Jörg Naumann am zweiten Mikrophon wird dabei zu einer angenehmen stimmlichen Ergänzung, wenn er nicht gerade Saxophon spielt. Cellist Gerald Manske hat zudem Gelegenheit, seine klassischen Qualitäten unter Beweis zu stellen, nicht umsonst ist er zweiter Solocellist der Anhaltischen Philharmonie.

Es ist keineswegs nur die in diesem Jahr erschienene CD „wild milk", deren Titel im Gedächtnis haften bleiben. Als „Why" erklingt, ein Titel, der für die kommende CD auf dem Plan steht, da wirkt es auf einen Schlag so, als sei auch noch die letzte Handbremse gelöst.

Der musikalische Kopf Christoph Reuter wirbelt furios am Flügel, Naumann zeigt sich als virtuoser Saxophonist und die Percussionisten Thomas Rüdiger und Falk Röske drängt es zu rasanten Soli. Als die Band am Ende - angeführt von Saxophonklängen - die Seitengänge des Bernburger Theaters durchschreitet, wird spürbar, dass es sich um so etwas wie eine Familienfeier handelt. Eine Feier, die fortgesetzt wird: Im Frühjahr hat "l'arc six" wieder das traditionelle Heimspiel in der Marienkirche.

^up . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . copyright by l'arc six 2002