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von Thomas Német,
("Mitteldeutsche Zeitung", 22.12.02)
Sie kamen, spielten und begeisterten. "L´Arc Six" ist der Name und das Programm der Band, die am Freitag im Bernburg Carl-Maria-von-Weber-Theater auftrat.
"Intro" bildete musikalisch den Auftakt im zweistündigen Konzert der Band und steht im übertragenen Sinne für ein Eingangslied. Das entführte in die Steppe, in das Hochland, und wer wollte, der konnte dabei das Grün im Theater wachsen hören. Dorthin hatte sich die Dessauer Formation, deren Name "L´ arc six" - auf deutsch: Sechserbogen - aus einer Lautmalerei heraus entstand, schon einmal vor einem halben Jahr hin zurückgezogen, um die zehn Titel der CD "lost letters.found" einzuspielen.
Dabei muss so etwas wie Liebe zu dem Bernburger Haus entstanden sein. Und in der Tat, "Sad love song" ringt in Melodien um das, was sich mit Wörtern nicht beschreiben lässt - Liebe in ihren vielfältigen Spielarten. Um klare Begriffe geht es den Musikern nicht, mehr um musikalische Bilder, um gelungene Kompostionen von Raum, Gesang und Ton.
So der Song "Hope". Der malt für die Hoffnung blühende Felder zwischen die Stuhlreihen. Erst langsam, dann schneller in ein Rennen verfallend, dringt von weitem ein Flüstern an das Ohr. Das passt dann zum Gelb der Wände des Theaters und zum Gold der Lampen im Saal. Kaum zu verstehen ist dieses Erlebnis, und noch weniger ist es in Begriffe zu pressen. Besser ist es dann, einfach dem Klang versonnen zu lauschen.
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