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![]() Presse "Suninga" ist Favorit junger Zuhörer |
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Erfolgsgeschichte, Teil zwei: "l´arc six" und Orchester stiften Schülern ein philharmonisches Pop-Erlebnis Von Ute van der Sanden (Mitteldeutsche Zeitung, 23.11.2007) Ein Sonnabend im Theater, man erinnere sich. Zum ersten Mal standen die mittlerweile überregional erfolgreichen Musiker der Dessauer Band "l´arx six" auf dieser Bühne. Präsentierten in einem dreistündigen Konzert ihre erste gemeinsame Plattenproduktion mit der Anhaltischen Philharmonie, versanken "In einem Meer von Tönen" - und im ausverkauften Saal das Publikum dahin. Es kam noch besser. Nach dem umjubelten Tauchgang ist es tatsächlich gelungen, etwas Neues, Eigenständiges, Gültiges zu schaffen. Wenige Tage später trafen sich die Band und das Sinfonieorchester nämlich erneut auf der Theaterbühne: zu "Philharmonic Pop Experience", einem allseits beglückenden philharmonischen Pop-Erlebnis mit Musik von "l´arc six"" zu vormittäglicher Stunde und vor fast ausschließlich gymnasialem Publikum. Eigentlich sollte es heute Nachmittag, 17 Uhr, eine zweite Auflage dieses Treffens im Theater geben. Doch dazu wird es vorerst nicht kommen. Wie die Band gestern informierte, ist Sängerin Cristin Claas erkrankt. "Wir müssen das Konzert absagen, bemühen uns aber um einen neuen Termin", sagte Saxophonist Jörg Naumann. So bleibt vorerst die Erinnerung an den musikalischen Vormittag der vergangenen Woche. Zwar blinkte hier und da ein Mobiltelefon auf, ansonsten aber galt: tacet für das Auditorium. Was viel weniger in der Phonstärke aus dem Riesenensemble gründete als in der Tatsache, dass der pädagogische Moment des Jugendkonzerts mitnichten in der blanken Konfrontation der Zuhörer mit dem Musikbeispiel lag, sondern in ihrer Beteiligung. Zunächst: Es sah spitze aus. Hinten, auf dem Podest, die Philharmonie. Vorn die Band. Und dazwischen eine "Chorus Line" aus fast hundert Sängerinnen und Sängern. Auch akustisch, als zusätzliche Farbe und vokale Öffnung der aufschäumenden Orchesterarrangements, machte sich der Backgroundchor prima. Aus Rhythmus-und Stimmworkshops an drei Dessauer Gymnasien hervorgegangen, brachte er im Eingangstitel "Row your boat" sogleich einen veritablen Kanon zustande, animierte die Titelelegie "In einem Meer von Tönen" mit einem auffahrenden Quietscher und "Es geht ein Windhauch" mit einem rhythmisierten Dreiklang. In Moll, was sonst. Geschickt und mit einer guten Prise Nonchalance waren auch eine Handvoll Kurzgastspiele integriert worden: niedliche Soli, dreihändig am Flügel ausgeführt oder als Saxofonphrase eingeworfen, dazu ein bemerkenswertes Duett von Laura Kumbier mit "l´arc six"-Sängerin Cristin Claas. Im spürbaren Einvernehmen mit Chefdirigent Golo Berg hatte der Pianist, Komponist und Arrangeur Christoph Reuter reichlich Gelegenheit, seine Qualifikation als Ensembleleiter zu beweisen. Saxophonist Jörg Naumann konterte das Frühaufsteher-Lamento seiner Bandkollegen und erkannte richtig, dass seine Hörerschaft um die gehabte Zeit schon zwei Schulstunden absolviert hätte. Sehr ausgeschlafen sekundierte jene dem Schlusslied "Paperskin" mit Intervallklatschen - auf die unbetonten Taktzeiten, wie sich´s für das Genre gehört. Und dann feierten die Gymnasiasten das Ereignis auf ihre eigene sachliche Weise -Begeisterung ja, Euphorie nein. Gute Musik sei das gewesen, darin waren sich alle Befragten einig und gaben gleichwohl an, in ihrer Freizeit anderes zu hören. Der Background von Chor und Orchester habe ihnen gefallen, und "die Frau hat gut gesungen". Klarer Favorit: "Das Lied, wo die Frau ihre Stimme so verändert hat". Alles klar, "Suninga"! Ein charmanter, "l´arc six"-Fans bestens bekannter Ethno-Song, darin eine afrikanische Mutter ihrem Kind lautmalend den Regen beschreibt. Dass die Schüler mit diesem Titel die schlichte Poesie obenan stellten, die Ehrlichkeit im Erzählen und die verschmitzte Komik in der künstlerischen Verwertung von Alltäglichkeiten, könnte doch zu denken geben. |
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| ^up . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . copyright by l'arc six 2002 |