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Suninga gibt vorerst noch Rätsel auf



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Gymnasien, Orchester und Band starten großes Musikprojekt
Von Ilka Hillger (Mitteldeutsche Zeitung, 11.10.2007)

"Was singen wir da eigentlich inhaltlich?" Die gute Frage eines Lehrers, auf die es dieses Mal keine Antwort gibt. Nicht bei "Suninga", einem Lied, geschrieben in einer Phantasiesprache, wie man sie in Dessau schon oft hörte, wenn Cristin Claas die Strophen sang. Nun dürfen auch andere die lautmalerischen Worte in den Mund nehmen und suchen nach deren Bedeutung. In der Aula des Gymnasiums "Philanthropinum" treffen am Dienstagabend erstmals Sängerin Cristin Claas, Teile der Band "l´arc six", der Schulchor und der fragende Musiklehrer Steffen Schwalba zusammen.

Sie alle, inklusive der drei anderen Gymnasien der Stadt und der Anhaltischen Philharmonie, sind Teil eines Experimentes, das sich "Philharmonic Pop Experience" nennt und mit dieser ersten Chorprobe seinen Anfang nimmt. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Workshop-Projekt für die Gymnasien in Zusammenarbeit mit der Band und dem Orchester. Im November gipfelt das Vorhaben in zwei öffentlichen Auftritten im Rahmen der Jugendkonzerte im Theater.

Bis dahin aber wird man sich noch einige Male treffen und wie am Dienstag von Takt zu Takt, von Note zu Note springen. "Es wird mit jeder Probe lauter", verspricht Pianist Christoph Reuter den jungen Leuten, die sich zuweilen noch ein wenig zaghaft an das neue Material heran tasten. "Die Vierstimmigkeit müssen wir noch üben", findet auch Schwalba. Aber sonst sind alle hochzufrieden.

"Ich bin noch ganz verzaubert von dieser ersten Probe", sagt Cristin Claas, als der Chor sich verabschiedet hat und die nächsten Schüler schon vor der Tür stehen. Für die Band geht die Arbeit an diesem Abend weiter. Denn nun folgen Einzelworkshops mit singenden Gymnasiasten und solchen, die Instrumente spielen. Auch diese Schüler sollen in das Konzert eingebunden werden.

Damit ergibt sich ein Personal auf der Bühne, das erstaunliche Ausmaße annimmt. 60 bis 70 Leute zählt der Chor, der aus den Gymnasien gebildet wird, Orchester, Band und Solisten hinzu - das verspricht eine klangliche Wucht. "Ich denke es wird eine gute Energie auf der Bühne sein", glaubt auch Cristin Claas.

Für Komponist und Arrangeur Christoph Reuter ist das Projekt vor allem eine große Herausforderung. "Wir haben vorher noch nie für einen Chor geschrieben", erzählt der Musiker, der innerhalb des Workshops auch noch den Musikunterricht in seinem früheren Gymnasium besuchen will, um von seiner Arbeit zu erzählen. Lehrerin Ines Weinreich freut sich schon darauf: "Das ist Musikunterricht, wie ich ihn mir vorstelle. Ein Unterricht, der nicht in der Theorie stecken bleibt."

Möglich macht dies im ganz speziellen Fall der Energiekonzern enviaM, der das Workshop-Projekt finanziell unterstützt. So viel geballte Energie kann logischerweise nur für zwei sensationelle Konzerte sorgen, die man Ende November im Dessauer Theater erleben wird.

^up . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . copyright by l'arc six 2002