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Erfüllte Wünsche, neue Kooperationen und vor allem ein wunderbares Konzert



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Anhaltische Philharmonie und l´arc six im Umweltbundesamt
Von Helmut Rohm („Volksstimme“ 8.6.2006)

Ein Sonderkonzert der ganz besonderen Art erlebten die Gäste im Umweltbundesamt (UBA) in Dessau. Mit „Eine Alpensinfonie in Bildern“ wurden Wünsche wahr. So die des Generalmusikdirektors der Anhaltischen Philharmonie Dessau, Golo Berg, der, als vor etwa eineinhalb Jahren „im Rohbau herumschlich“, sich vorstellte, hier, „wenn es fertig ist, ein Konzert zu geben“.

Da der GMD beim Präsidenten des UBA, Prof. Andreas Troge, auf offene Ohren stieß, ließen sich weitere Wünsche erfüllen. Die nämlich der Cristin Claas Acoustic Band und der durch weitere Musiker „aufgestockten“ l´arc six-Band. „Es ist ein Traum, gemeinsam mit einem solch renommierten Orchester wie der Anhaltischen Philharmonie zu musizeren“, sprudelte es bei den Bandmitgliedern Christoph Reuter und Jörg Naumann danach nur so heraus. Die Sängerin Cristin Claas war sichtlich bewegt.

Natürlich wurden vor allem die Wünsche des begeisterten Publikuns im weiträumigen glasüberdachten Atrium des UBA nach einem exclusiven Konzerterlebnis Realität. Im erstenTeil ließen die beiden Bands allein oder zusammen mit der Philharmonie ihre Gäste teilhaben an einer weit gespannten, gefühlvollen Musik, mit der Geschichten erzählt und Stimmungen entfaltet wurden. Zu überwiegend eigenen Texten von Cristin Claas und Jörg Naumann schufen die Bandmitglieder Gerald Manske und Christoph Reuter reizvolle Arrangements. Und es war die wunderschöne Stimme von Cristin Claas, ihre bezaubernde Ausstrahlung, mit der sie den Liedern und Inhalten ehrliche und nahe gehende Glaubhaftigkeit verlieh.

An ihrer Seite agierten sowohl aufmerksamste Begleiter als auch vortreffliche Solisten, wie Jörg Naumann (Flöte und Saxophon) oder Christoph Reuter (Klavier und „Körper-Percussion“). Mit „Favour“ als Auftaktlied haben sich l´arc six und die Anhaltische Philharmonie unter Golo Berg in die Herzen der Gäste im ausverkauften Areal gesungen und gespielt. Auch den Interpreten, denen aus der Band wie denen aus dem „seriösen“ großen Klangapparat, war die große Spielfreude anzumerken. Zu dem Text von Bertolt Brecht „Das Lied von der Wolke der Nacht“ haben die Philharmonie und l´arc six im Arrangement von Gerald Manske eine wunderschöne lyrische, von der Soloflöte (Jörg Naumann) effektvoll ausgemalte Stimmung vermittelt. Kontrastreich und als Ausdruck der interpretatorischen Vielfalt folgte „Suninga“, eine flotte, lustig freudvolle Komposition, präsentiert von der Cristin Claas Acoustic Band und einer ungemein sprachgewandten und pfiffigen Cristin Claas. Mit „Twilight“ (Text und Musik von Jörg Naumann) verabschiedeten sich l´arc six und die Anhaltische Philharmonie Dessau vom danach sehr viel Beifall spendenden Publikum. (...)

Zu erfahren war am Rande auch, daß die gelungene „Kooperation“ zwischen der Anhaltischen Philharmonie und den beiden Cristin-Claas-Bands eine Fortsetzung finden könnte. Das wäre schön und würde der Bereicherung des Dessauer Konzertlebens gut tun.

^up . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . copyright by l'arc six 2002